Der Yoga von Buddha Vajrapani

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Das Selbsterzeugungs-Sadhana von Buddha Vajrapani

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Der Yoga von Buddha Vajrapani 6,00 €

Beschreibung

Details

Wenn wir die Segnungsermächtigung von Buddha Vajrapani empfangen haben, haben wir die Anleitungen zur Schulung in den allgemeinen Pfaden und Schulung in den außergewöhnlichen Pfaden erhalten, und wir haben besondere Segnungen empfangen. Damit diese Anweisungen wirksam werden, müssen wir den Yoga des Selbsterzeugungs-Sadhanas des Buddha Vajrapani praktizieren.
Zuerst sollten wir wissen, wer Vajrapani ist. Vajrapani ist eine Ausstrahlung Buddha Vajradharas, dessen Funktion es ist, die Verblendungen der Lebewesen zu zerstören, indem er deren Körper und Geist außergewöhnliche Kraft verleiht. Verblendungen sind unsere wirklichen Feinde und werden «innere, behindernde Dämonen» genannt.
Vajrapani bedeutet «Vajra-Halter». «Vajra» bezieht sich normalerweise auf ein tantrisches Ritualobjekt, aber dies ist nicht der wirkliche Vajra; es symbolisiert lediglich den wirklichen Vajra. Der wirkliche Vajra ist die Vereinigung großer Glückseligkeit und Leerheit – ein Geist großer Glückseligkeit, der Leerheit direkt realisiert. Diese Realisation ist die eigentliche Essenz des Geheimen Mantras oder Vajrayanas. «Vajrapani» bedeutet somit, dass er der Halter des Geheimen Mantras, der Überliefe-rungslinienhalter der tantrischen Unterweisungen Buddhas ist.
Aufgrund einer Bitte des Bodhisattvas Vajrapani lehrte Buddha das Manjushri-Namens-Tantra einer großen Versammlung seiner Bodhisattva-Schüler. Zu Beginn dieser Unterweisung sagte Buddha zu Bodhisattva Vajrapani: «Vajrapani, es ist Zeit, deine Kraft zu zeigen.» Als Bodhisattva Vajrapani diese Worte hörte, stand er auf und zeigte der Versammlung der Bodhisattvas einen Vajra, den er in seiner rechten Hand hielt und dann auf den Boden legte.
Buddha fragte dann die anderen Bodhisattvas, ob einer von ihnen genügend Kraft hätte, diesen Vajra aufzuheben. Bodhisattva Manjushri – der Stärkste unter den Bodhisattvas – versuchte trotz großer Anstrengung vergeblich, den Vajra aufzuheben. Überrascht wandte sich Bodhisattva Manjushri an Buddha und sagte: «Ich kann diesen Vajra nicht bewegen. Warum dies?» Buddha antwortete: «Dies zeigt die Kraft von Bodhisattva Vajrapani. Er hat die Kraft, Verblendungen zu zerstören, die Feinde der Lebewesen, indem er die Realisation des eigentlichen Vajras gewährt, der Vereinigung großer Glückseligkeit und Leerheit».
Normalerweise zeigen wir auf andere Leute und sagen: «Sie sind meine Feinde»; aber dies ist ein Fehler. Lebewesen können nicht unsere Feinde sein; sie sind unsere Mütter. Wir müssen dies verstehen. Da es unmöglich ist, einen Anfang unseres Geisteskontinuums zu finden, folgt daraus, dass wir in der Ver-gangenheit unzählige Wiedergeburten genommen haben, und da wir unzählige Wiedergeburten hatten, müssen wir unzählige Mütter gehabt haben. Wo sind alle diese Mütter jetzt? Es sind all die Lebewesen, die heute leben.
Es ist inkorrekt zu behaupten, dass unsere Mütter früherer Leben nicht länger unsere Mütter sind, nur weil eine lange Zeit verstrichen ist, seitdem sie für uns tatsächlich gesorgt haben. Wenn unsere gegenwärtige Mutter heute sterben würde, würde sie aufhören, unsere Mutter zu sein? Nein, wir würden sie immer noch als unsere Mutter betrachten und für ihre zukünftigen Leben beten. Dasselbe gilt für alle unsere früheren Mütter – sie starben, dennoch bleiben sie unsere Mütter. Nur wegen der Veränderungen unserer äußeren Erscheinung können wir einander nicht wiedererkennen.
Wie Shantideva sagt, haben Verblendungen wie die Unwis-senheit des Festhaltens am Selbst keine Arme und Beine, weil sie keine Form besitzen. Sie haben weder Verstand noch Geschicklichkeit, und sie verstehen gar nichts, da sie Aus-drucksarten von Unwissenheit sind. Nichtsdestoweniger haben sie alle Lebewesen zu ihren Sklaven gemacht. Diese inneren, behindernden Dämonen sind seit anfangsloser Zeit innerhalb unseres Geistes geblieben; sie waren nie von uns getrennt. Tag und Nacht schaden sie uns zu ihrem Vergnügen und wir ertragen ihren Schaden geduldig, ohne Wut. Wie schändlich! Das ist total falsch. Sind wir geduldig gegenüber unseren Feinden, den Verblendungen, so werden unser Leiden und unsere Probleme schlimmer. Deshalb sollten wir, anstatt geduldig zu sein, Wut gegenüber diesen Feinden entwickeln, das heißt den starken Wunsch erzeugen, sie zu schädigen und zu zerstören.
Wut gegenüber unseren Feinden, den Verblendungen, ist keine eigentliche Wut, sondern eine Form von Weisheit. Diese Weisheit gibt uns die Entschlossenheit, unsere Verblendungen zu schädigen und zu zerstören. Die Praktizierenden der alten Kadampas pflegten zu sagen: «Ich habe nur zwei Tätigkeiten: Lebewesen nützen, so viel ich kann, und meinen Verblendungen schaden, soviel ich kann.» Wir sollten ihrem Beispiel folgen.
In Geistesschulung in sieben Punkten sagt Geshe Chekhawa: «Fasse alle Schuld zusammen.» Dies bedeutet: Wann immer wir Probleme, Leiden oder Schwierigkeiten erfahren, sollten wir die Schuld auf unsere Unwissenheit des Festhaltens am Selbst schieben, einen Geist, der fälschlicherweise glaubt, dass das Selbst oder Ich, das wir normalerweise sehen, wirklich existiert. Wir sollten erkennen, dass alle unsere Probleme das Resultat unserer nichttugendhaften Handlungen sind, die wir durch unsere Unwissenheit des Festhaltens am Selbst verursacht haben. Auf diese Weise ist die Unwissenheit des Festhaltens am Selbst die Schöpferin aller unserer Probleme und Leiden. Ohne die Unwissenheit des Festhaltens am Selbst gäbe es keine Grundlage für uns, Probleme und Leiden zu erfahren. Mit diesem Verständnis sollten wir die starke Entschlossenheit erzeugen, unsere Unwissenheit des Festhaltens am Selbst zu erkennen, zu verringern und schließlich vollständig aufzugeben.
Um unsere Unwissenheit des Festhaltens am Selbst klar erkennen, verringern und vollständig beseitigen zu können, ist es notwendig, kraftvolle Segnungen erleuchteter Wesen zu empfangen. Ohne das Empfangen kraftvoller Segnungen erleuchteter Wesen sind wir ohnmächtig, dies selbst zu bewerkstelligen. Wenn wir die Segnung der Ermächtigung Buddha Vajrapanis empfangen haben, sollten wir die Unterweisungen, die wir bei der Ermächtigung erhalten haben, in die Praxis um-setzen, indem wir den Yoga des Selbsterzeugungs-Sadhanas des Buddha Vajrapani ausüben. Dadurch können wir das letztendliche Ziel, das höchste Glück der Erleuchtung, vollenden.

Geshe Kelsang Gyatso 2008

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Einzelheiten Nicht zutreffend
ISBN / EAN GRP-S-YBV

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